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Willkommen

Die tabu-zeitung "nur noch" online !? 

Ja! Die redaktionelle Arbeit der tabu-zeitung ist eingestellt worden. Es mangelt zur Zeit einfach an aktiven Autoren. Dies hat aber nicht nur  auf die Weiterentwicklung der Printausgabe Einfluß.
Die online verwalteten Informationen rund um das Thema Alkohol und Sucht werden zwar weiter aktuell gehalten, aber in größeren Abständen als bisher. Ich hoffe natürlich, dass sich das perspektivisch ändert, Ideen gibt es schon einige, z.B. die Einbindung der tabu-zeitung in blogs und Foren. Aber es fehlt eben noch an idealistischer menpower, sprich menschlichen Aktivposten.

Für den Nutzer dieser Seite heißt dies, dass weiterhin auch aktuelle  Verweise und Links, Hinweise auf Artikel zum Thema unter Sucht "online", Hinweise zu Bucherscheinungen und last not least die Links zu Blogs und Foren hier zu finden sein werden.

Ich selbst werde hier vermehrt einige kritische Beiträge zum Thema veröffentlichen. Alkohol bleibt die Droge Nr.1. Dies macht auch der gerade vorgestellte Suchtbericht 2011 deutlich. Alkohol und Sucht wird deswegen weiterhin hier Schwerpunktthema bleiben. Anfragen und Leserbriefe zeigen aber auch ein zunehmendes Interesse an den psychischen Folgeerkrankungen der Sucht. Diesem Zusammenhang möchten wir uns ebenso widmen.
Beiträge und Leserbriefe zum Thema Sucht und Psyche nehmen wir auch gerne entgegen über unser anonymes Kontaktformular

Im bereits vorhandenen umfangreichen Info-Pool soll dieses Thema mehr Beachtung bekommen und inhaltlich weiter entwickelt werden.
Vielleicht taucht ja noch eine weitere Anregung für diese Plattform auf. Ich heiße diese jedenfalls herzlich willkommen und wünsche ansonsten viel Anregung und Zuspruch für ein bewußteres Leben ohne Alkohol und Drogen. Andreas Peters

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Wenn (keine) Arbeit krank macht

Fast jeder Dritte leidet einmal im Leben unter einer psychischen Erkrankung – unabhängig davon, ob er erwerbslos ist oder eine Arbeit hat. Die Hürde sich dann professionelle Hilfe zu holen, ist für viele immer noch sehr hoch. 


Gemeinhin gilt, dass Arbeit für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags ist. Sie verhilft im Idealfall zum notwendigen Lebensunterhalt, schafft Möglichkeiten zu sozialen Kontakten, verleiht Anerkennung und trägt wesentlich zu mehr Lebensqualität bei. Dennoch erkranken viele Erwerbstätige an der Arbeit – unter anderem eine Folge des steigenden Leistungsdrucks, der oft beklagt wird.

Doch auch ohne konkrete Bezüge zur Arbeit ist die beschriebene Tendenz steigend. Die Techniker Krankenkasse verweist in ihrem aktuellen Gesundheitsreport 2010 auf eine zwischen 2000 und 2009 erhobene Studie, die belegt, dass unter den Erwerbslosen psychische Erkrankungen nicht nur weit verbreitet sind, sondern fast doppelt so häufig vor kommen wie bei Erwerbstätigen. Von den Job-Centern werden sie jedoch oft als nicht mehr vermittelbar abgeschrieben und fallen aus der Statistik der Arbeitslosenzahlen. Gut für die Statistik, schlecht für jene, die besonderer Unterstützung bedürfen, gerade in psychischen Krisen. Dies ist allemal auch aus ökonomischer Sicht ein Gebot der Stunde. In einer Pressemitteilung des Informationsdienst der Wissenschaft vom 11.3.09 wird darauf verwiesen , dass Experten allein die Kosten aufgrund von Arbeitsausfällen bei Erwerbstätigen auf rund 25 Milliarden Euro schätzen. Es fällt schwer sich vorzustellen, dass die Kosten durch „verhinderte“ Erwerbslose geringer ausfallen.

Die Förderung der seelischen Gesundheit sollte daher nicht nur bei den sogenannten Aktivposten unserer Gesellschaft greifen, sondern gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sich denen widmen, die aufgrund ihrer physischen und psychischen Gesundheitsprobleme unsere Hilfe benötigen. Zynisch ist, wer glaubt, dass auf diesem Wege und gerade von diesen nicht so leistungsfähigen Menschen nicht auch wieder etwas zurückkommt, was allen und damit der Gemeinschaft und ihrer Leistungsfähigkeit nutzt.

A.Peters


Weiterführende  Links zum Thema:

Hartz IV im Netz Oktober 2010
Wissenswertes: Arbeitslosigkeit & Armut machen krank


Berliner Tagesspiegel vom September 2010
Wenn Arbeit krank macht

Franfurter Rundschau vom August 2010
FR Arbeit macht krank

FR Arbeitslos und krank


DerWesten vm Juli 2010
Arbeitslose immer öfter psychisch krank

Tagesschau.de vom März 2010
Arbeit macht öfter seelisch krank - keine Arbeit auch

FAZ vom November 2009
Wenn die Arbeit krank macht

DieGesellschafter.de vom Oktober 2009
Macht Arbeit psychisch krank?

Süddeutsche Zeitung vom November 2006
Wenn Arbeit krank macht


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über uns 


tabu-zeitung online
ist die Internetplattform eines bereits aufgegebenen Berliner Zeitungsprojekts, das sich allerdings weiterhin als Infopool Therapeutischer Wohngemeinschaften dem Thema Sucht und Alkoholabhängigkeit widmet.
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Juli 2011